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| Meisterkonzerte Saison 2010/11 |
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Sa, 05.03.2011
Bremen | Glocke - Grosser Saal
Einlass 19.00 Uhr | Beginn 20.00 Uhr
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NDR Sinfonieorchester Hamburg
Thomas Hampson Bariton
NDR Sinfonieorchester Hamburg
Alan Gilbert Dirigent
Thomas Hampson ist seit vielen Jahren eine beherrschende Sängerpersönlichkeit im Stimmfach Bariton – sei es auf dem Gebiet der Oper, des Liedes oder auch des unterhaltenden Musiktheaters. Wie so viele Musiker lernte er zuerst einmal „etwas Ordentliches“, machte ein Juristenexamen und studierte dann Gesang, unter anderem bei Elisabeth Schwarzkopf. Sein erstes Engagement hatte er am Düsseldorfer Opernhaus, von wo er 1984 nach Zürich wechselte.
Sein Repertoire, mit dem er seither auf den Bühnen der Welt zu hören und zu sehen ist, reicht von Mozart bis zur Moderne, wobei ein fundiertes historisches und literarisches Wissen ein besonders inniges Werkverständnis erleben lässt. Alan Gilbert ist seit der Saison 2009/10 Chefdirigent der New Yorker Philharmoniker, dem Orchester, in dem auch seine Eltern als Geiger spielten. Der Nachfolger von Lorin Maazel ist der erste gebürtige New Yorker auf diesem Posten.
Gilbert studierte Violine und Komposition am Curtis Institut in Philadelphia und an der New Yorker Juilliard School, spielte im Opernorchester in Santa Fé und begann dann eine rasante Dirigentenkarriere. Seit der Spielzeit 2004/05 ist er auch erster Gastdirigent des NDR Sinfonieorchesters.
Programm:
FRANZ SCHUBERT: Ouvertüre C-Dur op. 26
D 644 „Rosamunde"
GUSTAV MAHLER/LUCIANO BERIO:
“Frühe Lieder“
- Ging heut‘ morgen über‘s Feld
- Nicht wiedersehen
- Lied des Verfolgten im Turm
- Der Schildwache Nachtlied
- Zu Straßburg auf der Schanz‘
- Revelge
GUSTAV MAHLER: Sinfonie Nr. 10 Fis-Dur: Adagio
ALBAN BERG: Drei Orchesterstücke op. 6
Zwischen Franz Schubert und Gustav Mahler bestehen tiefe Wesensähnlichkeiten, auch in musikalischen Bereichen.
Schuberts Skizzen zu einer D-Dur Sinfonie nehmen den Tonfall von Mahlers Gebrochenheit voraus, Mahlers Musik thematisiert immer wieder Verlassenheit, aber auch eine Naturnähe, die schon bei Schubert zu spüren ist. Die „frühen Lieder“ sind ursprünglich Klavierlieder; Luciano Berio hat ihnen eine aufregendeOrchesterfarbigkeit zukommen lassen. Von Mahlers zehnter Sinfonie ist nur der erste Satz, das Adagio vollendet; der Rest existiert in teils sehr ausgearbeiteten Entwürfen. Das Adagio ist Musik von erschreckender Schönheit und auch von „emotionaler Radikalität“. Alban Berg, Komponist der zweiten Wiener Schule, hat zwar den Konstruktivismus mitgetragen, ihn als „letzten Romantiker“
zu bezeichnen, ist aber nicht abwegig. In den Stücken op. 6 entstehen aus Geräuschhaftigkeit und brutaler Klanggewalt greifbare musikalische Gestalten. Und es entsteht Sinnlichkeit; sie war eines der künstlerischen Prinzipien Bergs.
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